Gemeinschaft erleben in Eltern-Kind-Gruppen


Darum geht’s

In diesem Baustein wird erläutert, wie der Besuch von Eltern-Kind-Gruppen das Familienleben bereichern kann.


Gut zu wissen

Mit der Geburt des ersten Kindes ordnen sich oft für junge Eltern ihre eigenen Interessen und sozialen Beziehungen neu. Beruf und Hobbys treten ein Stück in den Hintergrund, es gibt vielleicht weniger Gemeinsamkeiten mit dem bisherigen Bekanntenkreis und nichts ist spannender als das eigene Baby.

Eltern haben heute vielfältige Möglichkeiten von angeleiteten Aktivitäten mit ihrem Baby und Kleinkind. Eltern-Kind-Gruppen sind breit angelegt und konzentrieren sich nicht auf die Förderung eines bestimmten Bereichs. Hier haben Mütter und Väter die Möglichkeit andere Eltern kennenzulernen und können sich mit ihnen über ihre neue Lebenssituation austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

Babys und Kleinkinder können erste soziale Kontakte zu Gleichaltrigen im Beisein ihrer vertrauten Bezugsperson knüpfen. In Anwesenheit seiner Mutter oder seines Vater fühlt sich ein Kind sicherer und verhält sich in seinem Sozialverhalten gegenüber anderen Kindern und in seinem Erkundungsverhalten aktiver.

Eltern-Kind-Gruppen gibt es in verschiedenen Formen: als offene Treffs oder geleitete Gruppen, manche nach einem bestimmten Konzept wie
PEKiP, FABEL oder nach dem Pikler-Ansatz. Alle diese Gruppen haben stets die Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Blick, denn dass es den Eltern gut geht, sie sich in ihrer neuen Rolle wohl und sicher fühlen, ist Voraussetzung für ein gelingendes Familienleben. Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit gesehen.

In einer angeleiteten Gruppe gibt es die Möglichkeit die vielen Fragen, die in sich rund ums Kind stellen mit einer Fachkraft zu besprechen, manchmal wird zur Beobachtung des Kindes angeleitet und immer gibt es viele Anregungen zur Beschäftigung mit dem Kind, wie Singen und Fingerspiele.

Sind die Kinder dann ein wenig älter, gibt es viel zu entdecken, zu erleben und Sozialverhalten kann in einem vertrauten Raum mit bereits bekannten Kindern erlernt werden.


Eltern-Kind-Gruppen gibt es in Kirchengemeinden, Familienbildungsstätten, Mütter- und Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern. Weitere Informationen finden Sie unter: Familienbildungstätten in Hessen

In vielen Eltern-Kind-Gruppen wird gesungen, denn:

  • Eltern haben so die Möglichkeit Lieder kennenzulernen
  • sie werden zum Singen ermutigt
  • das gemeinsame Singen stärkt das „Wir-Gefühl“ in der Gruppe
  • es regt die Kinder zum Nachahmen an
  • die Gruppe hat eine gemeinsame Stimme und fühlt sich wohl miteinander


Zum Mitdenken und Mitmachen

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Eltern-Kind-Gruppe zu besuchen? Was wären Ihre Erwartungen an eine solche Gruppe? Oder haben Sie – wenn es in Ihrer Umgebung keine gibt – sogar selbst überlegt, eine zu gründen?


Und sonst noch

Literatur

Höltershinken, Dieter/Scherer, Gertrud: PEKiP Das Prager-Eltern-Kind-Programm – Dortmunder Beiträge zur Pädagogik. Bochum/Freiburg, 4. Auflage 2011
Polinski, Liesel: PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys. Reinbek bei Hamburg 2008

Links

Familienatlas – Familienzentren in Hessen
Mehrgenerationenhäuser
Pikler Hengstenberg
Fabelkurs
Pekip
Pikler Pädagogik

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