Oasen für Kinder


Land der Bilder und Worte

Kinder können sich gut entspannen, wenn sie Geschichten aus Büchern oder Hörspielen zuhören. Die Geschichte sollte dem Alter des Kindes angemessen sein und von Dingen erzählen, die die Kinder aus ihrem Alltag kennen. Je jünger das Kind ist, desto einfacher und strukturierter sollte die Geschichte geschrieben sein. Sie sollte keine aufregenden Spannungsmomente enthalten.

Die Geschichte regt die Fantasie der Kinder an. Sie „flüchten“ für die Dauer der Geschichte mit ihren Gedanken in eine andere Welt, träumen sich in die Geschichte hinein und entspannen sich dabei.

Auch Bilderbücher für kleinere Kinder können dies leisten, wenn die Eltern in der oben beschriebenen Weise eine Geschichte dazu erzählen.

 

Schaukeltuch, Hängematte und Co.

Mit einfachen Mitteln lässt sich schnell eine Oase für Kinder einrichten: eine Kuschelecke, die mit Kissen, Decken, weichen Polstern, Matratzen, eventuell mit einem Tuch als Baldachin abgedeckt und mit einer sanften Lichtquelle (wie z.B. Lichterkette) ausgestattet ist. Auch eine Hängematte oder eine Mal- oder Bauecke, die dem Kind ermöglicht, sich dort ungestört und ungefährdet aufzuhalten und zu beschäftigen, kann als Oase dienen.

Dieser Platz ist als Oase für das Kind frei zugänglich. Hierhin kann es sich zurück ziehen, wenn es möchte und seine „Oasenbücher“ anschauen, seine Oasenmusik und Geschichten hören oder ungestört bauen, malen oder einfach auch nur kuscheln, ein Stillespiel machen oder eine Fantasiereise unternehmen.

Ruhe und Ausruhen verbunden mit „Sich-Hinlegen“ ist für manche Kinder schwierig, weil es sie ans Schlafengehen erinnert, was sie oftmals nicht wollen.

Deshalb ist es sinnvoll, wenn die Oase nicht das Bett ist, in dem das Kind nachts schläft. In der Oase muss man nicht schlafen, sondern man ruht und entspannt sich und kann dabei auch etwas tun, wie z.B. ein Stillespiel oder eine Fantasiereise.

Schon ganz früh können Kinder im Babyalter an Ausruhepausen gewöhnt werden, z.B. mit einem Schaukeltuch. In einer Decke oder einem festen Tuch wird das Baby geschaukelt. Dies geschieht regelmäßig und zu bestimmten Zeiten. Das Schaukeln des Babys kann mit einem Singsang begleitet werden („Großer Bär und kleiner Bär, schaukeln hin und schaukeln her, bim, bam, bum“).

Wenn Babys diese Oase anfangs nicht mögen, dann kann man diese Sequenz nur ganz kurz halten, aber trotzdem immer wieder regelmäßig anbieten. Die Babys lernen dadurch das Ritual kennen, gewöhnen sich daran und finden es mit der Zeit so gut, dass sie es später sogar einfordern, wenn das Schaukeltuch in ihren Blick gerät.

Wenn die Kinder später größer sind, eignen sich auch eine Hängematte oder ein Hängesessel sehr gut, um Ruhe zu finden und zu entspannen.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.